Via-Claudia Reise - Pressestimmen

Augsburger Allgemeine - 14.11.2008 - Auszug aus "Reisen wie zu Goethes Zeiten"

"...Vor 15 Jahren kam er zum Pferdesport, wurde 2000 bayerischer Meister im Vierspännerfahren, gibt Kurse für Kutscher, die das Deutsche Fahrabzeichen ablegen wollen und bildete bislang rund 120 Pferde an der Kutsche aus.

Sieht man den wettergegerbten Mann in 2,80 Meter Höhe auf seiner Kutsche - einem mächtigen, originalgetreuen Nachbau eines Pavillon-Wagens aus dem Jahr 1811 -, die Zügel straff in der Hand, die braunen und schwarzen Hannoveraner und Holsteiner angeschirrt, dann macht das eher einen gemütlichen Eindruck. Doch der täuscht gewaltig: Allein durch Muskelkraft könne er die Pferde nicht halten, sagt Schamberger. "Stille Dominanz" lautet das Zauberwort: Ein erfolgreicher Kutscher muss Gelassenheit vermitteln. "Pferde sind Herden- und Fluchttiere", erklärt der Experte. "Wenn sie Vertrauen haben, lehnen sie sich an den Menschen an."

Ein Pferdefüsterer? Wohl eher einer, der schon oft brenzliche Situationen nervenstark gemeistert hat und Ruhe ausstrahlt. Ruhig und dunkel klingt seine Stimme, wenn die Pferde gehorchen sollen. Scharf und schneidend, um sie anzutreiben. Wovon träumt einer, der bereits den Meistertitel in Händen hielt? Mit der Pferdekutsche von Landsberg nach Bozen zu fahren! Zuerst begeisterte er den Landsberger Oberbürgermeister Ingo Lehmann, Vorsitzender des Fördervereins der Via Claudia Augusta, von seiner Idee.

Dann arbeitete er mit einem österreichischen Tourismusmanager die Route aus, die zu 70 Prozent abseits der Hauptverkehrswege über den Fern- und Reschenpass nach Italien führt. Seit zwei Jahren kutschiert Schamberger nun wie zu Goethes Zeiten über die Alpen. Seine Gäste genießen es, die Landschaft gemächlich an sich vorüberziehen zu lassen, dem rhythmischen Geklapper der 16 beziehungsweise auf den Passstraßen 20 Pferdehufe zu lauschen und der Geschichte der alten Römerstraße nachzuspüren. ..."